Elektrofahrräder sind gerade der Trend schlechthin. Egal ob rüstiger Senior oder flotter Mitdreißiger: Immer mehr Menschen kaufen sich ein E-Bike* bzw. Pedelec. An schönen Sommerwochenenden sind ganze Kolonnen mit solchen Rädern unterwegs, rund 2,8 Mio. wurden in Deutschland schon verkauft. Wir haben für Euch wichtige Infos rund um Elektroräder gesammelt.

Schon gewusst?
Das Fahrrad wird dieses Jahr 200 Jahre alt. Karl Freiherr von Drais baute 1817 die erste „Laufmaschine“, auch Draisine genannt. Seine Erfindung wurde dann immer weiter entwickelt. 1861 kam der Pedalantrieb. Das Fahrrad ist eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen gibt es in Deutschland schätzungsweise 81 Millionen. Inzwischen sind Fahrrad mit Akkus der Trend schlechthin: E-Bikes erobern unsere Straßen – rund 2,8 Millionen wurden hierzulande bereits verkauft.

Woher kommt der Hype um E-Bikes?

Zum einen hat die Technik in den letzten Jahren einen wahren Quantensprung gemacht. Inzwischen machen Elektrofahrräder nicht nur in Sachen Fahrkomfort etwas her, sondern auch optisch. Es gibt sie – wie normale Tretesel – in allen Farben und Formen.
Die Vorteile von elektrischen Fahrrädern sind klar: Man bewegt sich, das ist gesund. Man kommt zügig von A nach B. Das ist genauso wie bei normalen Drahteseln. Aber darüber hinaus ist es bequem, zusätzliche Power zu haben,  wenn man mal einen Berg hochfahren muss oder die Beine schlapp unterwegs machen. Vielen nimmt die Möglichkeit, elektrische Hilfe zuschalten zu können, schlichtweg die Angst vor dem nächsten Berg oder starkem Gegenwind. Das motiviert natürlich öfter aufs Rad (um)zusteigen. Schließlich ist Radeln auch mit Elektromotor viel umweltfreundlicher als Autofahren. Inzwischen sind elektrische Fahrräder bei mehreren Generationen über den Trendstatus hinaus, sondern sie gehören längst zum Straßenbild dazu. Neben den Senioren steigen auch immer mehr Jüngere, 30 plus, auf die flotten Räder.  Inzwischen gibt es gute Modelle ab zirka 1.800 Euro. bei Luxus-Bikes liegen die Anschaffungskosten nicht selten im fünfstelligen Bereich. Die Technik ist per se nicht billig, bei Schnäppchen sollte man daher aufpassen. Pedelecs müssen mit dem CE-Zeichen versehen werden, dazu gibt es das GS-Siegel (auch für einzelne Teile des Rads) – darauf sollte man beim Kauf achten.

Was ist der Unterschied zwischen E-Bike, Pedelec und S-Pedelec?

Beides sind Begriffe für Fahrräder mit Elektromotor! Geschätzt sind 90 Prozent der elektrischen Räder in Deutschland Pedelecs, der Rest sind E-Bikes. Nur wo ist der Unterschied?
Der liegt in der Tretunterstützung. Es gibt welche mit limitierter und unlimitierter  Tretunterstützung.

  • Pedelecs (Pedal Electric Cycle) verfügen maximal über 250 Watt und fahren höchstens 25 km/h. Bei höherer Geschwindigkeit wird der Motor abgeschaltet. Er dient zur Unterstützung der Muskelkraft. Fahren ohne treten, das geht nicht! Der Motor unterstützt die eigene Tretleistung (beim durchschnittlichen Radfahrer 100 Watt). Man kann mehrere Stufen einstellen. Deshalb ist ein Pedelec wie ein Fahrrad – man braucht keine Zulassung, kein Nummernschild und natürlich auch keinen Führerschein (Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes). Es gibt keine Helmpflicht.
  • E-Bikes dagegen haben einen „Gasgriff“ und fahren, ohne dass der Fahrer in die Pedale treten muss. Erlaubt sind bis zu 500 Watt. Fährt das E-Bike bis zu 20 km/h, reicht für den Fahrer ein Mofaführerschein (Kleinkraftrad). Man braucht nicht nur eine Zulassung vom Hersteller/Betriebserlaubnis, sondern auch ein gültiges Versicherungskennzeichen und einen Führerschein (Klasse AM). Allerdings gibt es keine Helmpflicht.
  • S-Pedelecs sind schnelle Elektrofahrräder, sie werden auch „Schweizer Klasse“ genannt. Sie fahren bis 45 km/h und sind im Straßenverkehr keine Fahrräder mehr, sondern Kleinkrafträder. Für sie braucht man eine Betriebserlaubnis bzw. eine Herstellerzulassung vom Kraftfahrtbundesamt, eine Versicherung, einen Führerschein der Klasse AM (Mindestalter 16 Jahre) und einen geeigneten Helm! Und Radwege sind für schnelle Pedelecs Tabu, genauso Wege, die für den Straßenverkehr gesperrt sind. Außerdem dürfen Kinder nicht in Fahrrad-Anhängern mitgenommen werden, aber in geeigneten Kindersitzen.

Infos dazu gibt es auch beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC): http://www.adfc.de/pedelecs/elektrorad-typen/elektrorad-typen.

Die Akkus von Elektrofahrrädern müssen gepflegt werden!

Den Akku immer sachgerecht behandeln
Die wieder aufladbaren Akkus von Elektrorädern sind im Rahmen oder an anderen Komponenten angebracht, zum Beispiel am Gepäckträger, im Rahmendreieck oder zwischen Hinterrad und Sattelrohr. Je zentraler seine Position, desto angenehmer ist das fürs Fahrverhalten. In der Regel kann man den Akku abnehmen und so vor Diebstahl bewahren.
Die Reichweite der Akkus kann variieren – abhängig von der gespeicherten Energie und natürlich dem Energieverbrauch. Der wiederum hängt von den Streckenprofilen (Anstiege, Gegenwind…), dem Gewicht von Fahrer und Rad und vielen anderen Faktoren ab. Die Angabe zu den Ampére- (Ap) oder Wattstunden (Wh) kann Aufschluss geben, auch die Hersteller machen Angaben zur Reichweite. Realistisch sind in der Regel das 30 bis 60 km. Wer also länger, bergig fährt oder viel Gepäck dabei hat,  sollte Ersatz-Akku oder Ladegerät mitnehmen.  Ist der Akku leer, bleibt man nicht liegen –sondern muss ohne Unterstützung nach Hause radeln. Antriebssysteme mit 36 Volt sind der Standard.
In Pedelecs sind meistens Lithium-Ionen-Akkus eingebaut.  Darunter fallen verschiedene Arten wie Lithium-Polymer, Lithium-Mangan oder Lithium-Luft. Ihr Vorteil:  Sie speichern bei geringem Gewicht die höchste Energiemenge und haben keinen Memory-Effekt und können daher problemlos teilweise aufgeladen werden. Sie halten erfahrungsgemäß drei bis fünf Jahre – was rund 1000-1500 Ladezyklen entspricht. Aber wie alle Akkus sind auch die am Elektrorad Verschleißteile, ihre Kapazität nimmt mit der Zeit ab. Grundsätzlich sollten Lithium-Ionen-Akkus nicht regelmäßig leer gefahren werden. Stattdessen ist es besser, sie immer wieder voll aufzuladen, auch wenn sie nur teilweise entladen wurden. Teilladungen werden nämlich zu vollen Ladezyklen addiert!

Schon gewusst?
Je höher der Energiegehalt, desto größer die Reichweite und desto teurer der Akku!

Grundsätzlich gilt für alle Akkus: Sachgerecht verwendet hält länger! Es lohnt sich, die Angaben in der Bedienungsanleitung und vom Hersteller zu beachten.  Zum Beispiel sollte das Rad mit Akku nicht in der prallen Sommersonne geparkt werden. Entweder stellt man das Elektrofahrrad in den Schatten, oder der Akku wird abgemacht.
Die Hersteller müssen die Akkus übrigens zurücknehmen und korrekt entsorgen!
Je besser der Akku behandelt wird, desto länger hält er. Das ist beim Pedelec nicht anders als beim Handy.

Tipps zur Akkupflege
– Nässe, direkte Sonneneinstrahlung und extreme Kälte vermeiden (0-40 Grad Celsius).
– Im Winter bei Zimmertemperatur aufbewahren.
– Nur mit dem dazugehörigen Ladegerät aufladen.
– Im Trockenen aufladen. Nicht in der Nähe von brennbaren Materialien.
– Direkt vor der Fahrt einbauen.
– Teilladen verlängern die Lebensdauern.
– Wird das Rad länger nicht genutzt: Akku bei 60 % Akkukapazität und kühl (10-15 Grad Celsius) lagern. Alle drei Monate Akkustand kontrollieren und ggfls. aufladen.
– Beim Transport abnehmen.
– Bedienungsanleitung beachte.
– Akku nicht öffnen oder fallen lassen.

Ersatz-Akkus können über 1000 Euro kosten! Beim Kauf eine Pedelecs sollte man beim Akku auf eine Garantiezeit achten.  Der ADFC empfiehlt beim Kauf auf eine Zertifizierung der BATSO (Battery Safety Organization) zu achten. Die UN-T-Zertifizierung ist in Deutschland ohnehin Pflicht.

Umweltfreundlicher: E-Bikes aufladen mit Ökostrom & 50 Euro Förderung beim Kauf

Übrigens: Wer sein E-Bike mit GELSENWASSER-Strom lädt, der fährt noch umweltfreundlicher. Denn wir bieten 100 % Ökostrom! J Und alle unsere Ökostrom-Kunden, die ein E-Bike kaufen, bekommen 50 Euro Zuschuss: www.gelsenwasser.de/foerderantrag.

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Pedelecs werden von allen Altersklassen genutzt.

Die erste Fahrt
Bei der ersten Fahrt mit einem Elektrorad sollte man folgendes beachten:
– Bremsen vorher checken! Mit einem Pedelec fährt man schneller. Daran muss man sich nur gewöhnen, sondern auch das Fahr- und Bremsverhalten anpassen. Sehr vorrausschauend fahren und frühzeitig bremsen, die Geschwindigkeit an die (Verkehrs)Bedingungen anpassen.
– Langsam anfahren! Mit Motorkraft beschleunigt es sich viel schneller. Beim Anfahren kann dann  die Kontrolle verloren gehen.
– Rad richtig einstellen! Damit die Radtouren langfristig Spaß machen, sollte das Fahrrad an Körperlänge und -gewicht entsprechend eingestellt werden.
– Helm nicht vergessen!

 

Nützliche Links
Aktuelle Ausgabe Kundenmagazin „privat“
http://www.gelsenwasser.de/kundenmagazin

Mehr Infos
www.gelsenwasser.de/ebike

GELSENWASSER fördert beim Kauf eines Elektrorads
www.gelsenwasser.de/foerderantrag

Der große E-Bike-Test 2015/2016
http://e-bike-test.net/

E-Bike Magazin
http://www.ebikemagazin.de/test.html

Allgemeiner Fahrrad-Club Deutschland (ADFC)
www.adfc.de

Alles rund um Elektrobikes
www.ebike.de

Ebikebook
https://ebikebook.de/e-bike-oder-pedelec-wo-ist-der-unterschied/

Utopia
7 spannende Modelle

 

© GELSENWASSER, Riese und Müller

*Hinweis: Im Artikel in „privat“ dazu verwenden wir der Einfachheit halber immer den Begriff „E-Bike“ – gemeint sind damit Pedelecs und E-Bikes. Der Zuschuss von GELSENWASSER gilt für Pedelecs, E-Bikes und S-Pedelecs.