Tipps für die Weihnachtsbäckerei Zuhause: Rezepte für drei Weihnachtsplätzchen-Klassiker und worauf man beim Backen achten sollte.

Endspurt vor dem Weihnachtsfest! Es bleibt nicht mehr viel Zeit, sich auf das Fest der Feste vorzubereiten. Plätzchen backen gehört einfach dazu: Vanillekipferl, Zimtsterne, Spekulatius, Stollen, Spitzbuben, Makronen, Spritzgebäck… Es ist einfach herrlich, wenn der Duft frisch gebackener Plätzchen durchs Haus zieht. Genau die richtige Einstimmung auf die besinnliche Weihnachtszeit! Doch was haben Plätzchen mit dem Energieverbrauch zu tun? Mal abgesehen davon, dass sie als überflüssige Energie auf unseren Hüften landen. Wenn ein Blech nach dem nächsten in den Backofen geschoben wird, läuft der Backofen so richtig heiß – und verbraucht Energie. Doch mit einigen Kniffen lässt sich auch hier ein bisschen Energie sparen. Gelsenwasser hat deshalb einige Tipps für die Weihnachtsbäckerei Zuhause zusammengestellt und auch gleich Rezepte für drei Weihnachtsplätzchen-Klassiker dazugepackt.

Warum den Backofen unbedingt vorheizen?

Bei allen Backrezepten steht der Hinweis, den Backofen auf eine bestimmte Temperatur vorzuheizen. Haben Sie sich auch schon immer gefragt, warum eigentlich? Das hat als erstes einen ganz praktischen Grund: Jeder Backofen heizt unterschiedlich schnell auf. Ältere Modelle brauchen bis zu 20 Minuten, um auf 200 Grad Celsius zu kommen; neue dagegen nur zehn Minuten. Der Nachteil: Ist der Backofen einmal angestellt, dann verbraucht er Energie, auch wenn nichts auf dem Blech ist. Backen mit Vorheizen kostet bis zu 20 Prozent mehr Energie als ohne. Wer viel backt, kann Strom sparen, indem aufs Vorheizen verzichtet wird. Gerade bei Weihnachtsplätzchen geht das gut, denn am Geschmack ändert sich nichts, wenn das Vorheizen weg fällt.

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Allerdings: Schiebt man Plätzchen ohne Vorheizen in den Ofen, stimmen die im Rezept angegebenen Backzeiten nicht mehr. In der Regel ist das aber kein Problem. Erfahrene „Bäcker“ wissen nach einigen Backvorgängen, wie lange Ihr Backofen braucht um die 200 Grad zu erreichen – und verlängern die Backzeit einfach dementsprechend. Wer es ganz genau wissen will, kann das auch vorher nachmessen und die Zeit dann auf die Backzeit drauf rechnen. So verhindert man, dass die Plätzchen plötzlich viel zu dunkel, zu trocken oder gar bröselig werden. Aufpassen ist natürlich beim Plätzchen backen ohnehin die beste Variante!

Tipps zum Stromsparen beim Backen

Sie schieben ein Blech nach dem anderen in den Backofen? Dann können Sie den Backofen sicher schon ausstellen, wenn Sie das letzte Blech reinschieben. Denn der Backofen heizt noch eine ganze Weile nach und besonders bei Weihnachtsplätzen mit kurzen Backzeiten kann man das nutzen.
Außerdem sollte man die Backofentür während des Backens nur so oft wie nötig und so kurz wie möglich öffnen. Ansonsten geht viel Energie verloren! Der Energieverbrauch steigt um zirka 10 Prozent, wenn die Tür drei Mal pro Stunde geöffnet wird.
Nutzen Sie die Umluft-Funktion statt Ober- und Unterhitze. Die ist bis zu 30 Prozent sparsamer: Die Backtemperatur kann 20 bis 25 Grad niedriger eingestellt werden, bei gleicher Backzeit. Bei Umluft kann man auch mehr als ein Backblech in den Backofen schieben.

Die Tipps sind natürlich nicht nur beim Plätzchen backen hilfreich, sondern auch bei der Zubereitung des Festschmauses an Heiligabend.

 

Drei Plätzchen-Klassiker zum Weihnachtsfest

Hier gibt es drei Klassiker für das Weihnachtsfest. Viel Spaß beim Plätzchen backen und Naschen!

Plätzchen backen für Weihnachten

Vanillekipferl
Für den Teig werden 200 g Weizenmehl, 1 Päckchen Backpulver, 100 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei Größe M, 125 g weiche Butter, 100 g gemahlene Mandeln benötigt. Zum Bestreuen noch einmal Puderzucker und Vanillezucker. Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 180° C vorheizen (Ober- und Unterhitze), Umluft 160° C. Alle Zutaten schnell zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Aus dem Teig kleine, gebogene Hörnchen formen. Auf dem Backblech weit genug auseinander legen und dann zahn Minuten auf mittlerer Höhe backen. Die noch heißen Kipferl mit einer Mischung aus Puderzucker und Vanillezucker bestreuen.

Zimtsterne
Für den Teig: 3 Eier Größe M, 250 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 3 Tropfen Rum-Aroma, 1 Teelöffel Zimt, 400 g gemahlene Mandeln sowie Puderzucker. Als Vorbereitung ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 140° C vorheizen (Ober- und Unterhitze), Umluft 120° C. Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Puderzucker nach und nach unter die Eiweiß-Masse rühren. Zirka 3 Esslöffel der Masse Beiseite stellen. Gemahlene Madeln, Zimt, Rum und Vanillezucker unter die Eiweiß-Masse heben, Teig gut durchkneten. Falls er noch klebt, zusätzlich ein wenig gemahlene Mandeln einkneten. Den Teig ausrollen und Sterne ausstechen. Die Sterne aufs das Backblech legen und mit der restlichen Eiweiß-Masse bestreichen. Auf der unteren Leiste im Backofen zirka 25 Minuten backen.

Butterspritzgebäck
Für den Teig: 150 g Butter, 75 g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei (Größe M), 175 g Mehl (Typ 405), 25 g Speisestärke, 1 Prise Salz. Backblech mit Backpapier auslegen und Backofen auf 200° C vorheizen (Ober- und Unterhitze), Umluft 180° C. Die Butter möglichst weich werden lassen, dann cremig rühren. Puderzucker, Salz und Vanillezucker unterrühren. Das Ei unterrühren. Danach das Mehl hinzugeben und ebenfalls schnell unterrühren. Teig in einen Spritzbeutel oder eine Gepäckpresse füllen und auf das Backpapier Ringe oder „Schlangen“ spritzen.

 

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Fotos: © GELSENWASSER