Ingwer-Tee hat im Herbst und Winter Hochkonjunktur. Das heiße Getränk aus der Wurzel ist lecker und gesund. Mit unseren 7 Tipps kocht Ihr schnell Euren eigenen Ingwer-Tee.

Der Herbst ist da. Und mit ihm Erkältungen und Grippewellen. Wenn Kälte und kranke Kollegen Euch zu schaffen machen, ist ein heißer Tee genau das Richtige – am besten mit Ingwer. Die Wurzel ist schmackhaft und gesund. Wir haben 7 Tipps zusammengestellt, wie man Ingwer-Tee am besten selbst machen kann.

Tipp 1 – dünn schneiden

Über die Schnittflächen gelangen die Geschmacksstoffe und die typische Schärfe ins Wasser. Daher besser viele dünne Scheiben statt eines dicken Ingwer-Stücks verwenden! Ihr könnt den Ingwer auch in „Sticks“ schnippeln oder grob reiben und in einen Teebeutel packen.

Tipp 2 – frisch verwenden

Und am besten immer erst bei Bedarf schneiden und ganz frisch verwenden.

Tipp 3 – alt macht scharf

Je älter der Ingwer, desto schärfer ist die Knolle. Für Tee könnt Ihr daher gut die Wurzeln nehmen, die schon etwas verschrumpelt sind. Die sind dann schärfer.

Tipp 4 – kochendes Wasser nehmen

Ingwer-Tee immer mit siedend heißem Wasser aufgießen.

Für ingwer-Tee Scheiben dünn schneiden

Tipp 5 – schälen schadet nicht

Schälen oder nicht schälen, das ist hier die Frage. Da zählt die persönliche Vorliebe. Die einen schwören darauf, die Schale dran zu lassen. Die anderen schälen den Ingwer lieber. Geschmacklich macht das keinen Unterschied, vitamintechnisch übrigens auch nicht.

Tipp 6 – kreativ kombinieren

Ihr könnt Euren Ingwer-Tee schnell geschmacklich aufpeppen, am besten mit frischer Bio-Zitrone und/oder Minze oder Bio-Orange. Einfach etwas selbst gepressten frischen Zitronensaft oder Orangenscheiben dazugeben. Auch frischer Thymian oder einige Blätter frischer Minze können mit in die Tasse – und fertig.

Tipp 7 – ziehen lassen

Der Ingwer-Tee sollte mindestens fünf Minuten ziehen. Es gilt: Je länger die Scheiben im Wasser bleiben, desto intensiver und schärfer wird der Tee. Die optimale Ziehzeit hängt also von Eurem persönlichen Geschmack ab. Wem der Tee zu scharf ist, süßt am besten mit Honig. Dabei solltet Ihr auf regionale Produkte von Imkern aus Eurer Umgebung oder auf Bio-Honig zurückgreifen.

Ingwer ist gesund, weil seine Inhaltsstoffe

  • die Verdauung anregen.
  • bei Reiseübelkeit und Brechreiz helfen.
  • Schmerzen lindern.
  • entzündungshemmend wirken.

Ingwer zu Hause selbst ziehen

Ingwer hat schon eine lange Reise hinter sich, bevor er in deutschen Supermärkten landet. Das ist natürlich nicht besonders ökologisch. Wer viel Ingwer-Tee trinkt, kann daher auch selbst Ingwer „anbauen“. Der beste Startpunkt dafür ist im Frühjahr.
Dazu einfach ein zirka 5 Zentimeter großes Stück Ingwer über Nacht in zimmerwarmes Wasser legen. Wichtig ist, dass an dem Rhizom „Augen“ sind (Austriebsknospen wie bei Kartoffeln). Danach füllt Ihr einen breiten Topf zu zwei Dritteln mit nährstoffreicher Erde und steckt das Stück mit der Schnittfläche nach unten in einen Topf. Dann das Ganze leicht mit Erde bedecken (ca. 2 cm). Leicht anfeuchten, zum Beispiel mit einer Sprühflasche.
Den Topf mit einem Glas abdecken (wie im Gewächshaus) und an einer warmen, trockenen Stelle ohne direkte Sonnenstrahlen abstellen, zum Beispiel auf der Fensterbank,  unter der eine Heizung ist. Täglich leicht anfeuchten, die Erde sollte nicht austrocknen. Staunässe vermeiden, sonst fault die „Knolle“. Das Glas sollte man gelegentlich für ein paar Minuten wegnehmen, damit Luft an die Erde kommt.
Nach einigen Wochen treibt der Ingwer aus und die ersten grünen Triebe kommen aus der Erde. Dann kann der Ingwer an ein sonniges Plätzchen gestellt werden. Nach etwa acht bis zehn Monaten – wenn die Blätter gelb werden – könnt Ihr Euren eigenen Ingwer ernten.

LINKS & QUELLEN

Utopia
Smarticular
NDR
Apotheken-Umschau

FOTOS & VIDEOS
© GELSENWASSER AG