Hunderte Umweltverbände starten gemeinsame Aktion in den sozialen Netzwerken.

Hunderte europäische Umweltverbände machen mit einer gemeinsamen Kampagne auf den Wasserschutz aufmerksam.
Anlass dazu ist die EU-Kommission. Sie startete Ende September eine Bürgerbefragung und wird danach die Vorgaben zum Wasserschutz prüfen. Die Umweltverbände befürchten, dass die gesetzlichen Vorgaben aufgeweicht werden. Sie fordern, die EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) national besser umzusetzen. Mit der EU-weiten Kampagne, die bis zum 4. März 2019 läuft, machen sie Bürger auf ihren Standpunkt aufmerksam.

Beispiel WWF: Ohne Wasser kein Bier

Der WWF ist unter dem Hashtag #ProtectWater in den sozialen Medien unterwegs. Die Botschaft der WWF-Videoaktion zur Kampagne: Ohne einwandfreies Wasser kein leckeres Bier! Das englischsprachige Video wurde seit dem 9. Oktober 419 Mal geteilt und über 41.000 angeschaut . Die deutschsprachige Version kommt auf fast 20.000 Aufrufe (beide Stand 24. Oktober).

Wird dein Lieblinsgbier bald Geschichte sein? #protectwater

Unser Wasser ist in Gefahr. Hier drei Dinge, die du heute für unser Wasser – und 🍺 – tun kannst: 1. Video ansehen! ✔️2. Auf www.wwf.de/aktion-protect-water mitmachen! ✔️3. Weitersagen! ✔️

Gepostet von WWF Deutschland am Freitag, 12. Oktober 2018

 

BUND kritisiert Bundesregierung

Nach Ansicht des BUND setzt die Bundesregierung die europäische Wasserrahmenrichtlinie (kurz WRRL) nicht zielstrebig um. Die WRRL schützt Flüsse, Seen, Bäche, Moore, Sümpfe, Küsten und Grundwasser. Die EU-Staaten sind mit diesem Gesetz verpflichtet, in allen Gewässern für ökologisch gute Zustände zu sorgen. Deutschland gelang das aber bis 2015 nicht. Die Frist wurde daher bis 2027 verlängert. Der BUND kritisiert auf seiner Website, dass die Bundesregierung versucht „die Umsetzung zu verschleppen“ (Quelle: https://www.bund.net/fluesse-gewaesser/wasserrahmenrichtlinie/). Sie fordert von der Regierung sich auf allen Ebenen effizienter für den Wasserschutz einzusetzen.

Gelsenwasser: Gewässerschutz kann weiter verbessert werden

Die deutschen Gewässer sind zwar in einem viel besseren Zustand als früher, der Gewässerschutz kann aber immer noch verbessert werden. Aufgrund der verbesserten Messtechnik werden immer mehr Mikroschadstoffe in allerkleinsten Mengen nachgewiesen. Die aus dem Wasser zu entfernen, ist technisch aufwendig und teuer. Das bedeutet Mehrkosten für Wasserversorger und Kläranlagenbetreiber – und damit auch für die Verbraucher.
Schadstoffe dürfen deshalb gar nicht erst in den Wasserkreislauf gelangen. Egal ob Arzneimittelrückstände, Nitrat, Mikroplastik usw. – Vorsorge- und Verursacherprinzip bilden die Basis für einen zukunftsfähigen Wasserschutz!
Gelsenwasser setzt sich als Fachpartner der Politik in Düsseldorf und Berlin dafür ein. Mit unserem Büro in Brüssel helfen wir zudem auf EU-Ebene mit, Umwelt- und Trinkwasserschutz optimal miteinander zu verzahnen.

Früher war das Wasser in der Ruhr und ihren Nebenflüsse nicht so sauber wie heute, hier der Baarbach 1964.

Früher war das Wasser in der Ruhr und ihren Nebenflüssen nicht so sauber wie heute, hier der Baarbach 1964.

 

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