Team blau-grün
Lebenswerte Städte entstehen nicht zufällig
Mareike Roszinsky / 5. Oktober 2026
Im „Urban October 2026“ zeigen wir, warum Infrastruktur der Schlüssel für eine zukunftsfeste Stadtentwicklung ist
Immer mehr Menschen leben in Städten. Gleichzeitig nehmen die Folgen des Klimawandels zu: Starkregen, Hitzeperioden und lange Trockenphasen stellen alle Kommunen vor große Herausforderungen.
Der Urban October 2026 der Vereinten Nationen (UN) rückt deshalb das Wohnen im urbanen Raum und Stadtentwicklung weltweit in den Fokus.
Für uns ist das ein Anlass, auf die entscheidende Frage zu schauen: Wie machen wir unsere Städte fit für die Zukunft?
Die Zukunft der Städte entscheidet sich vor Ort
Rund 60 Millionen Menschen leben in Deutschland in Großstadtregionen (Großstadt plus Umland). Das entspricht 71 % der deutschen Bevölkerung (Quelle: Destatis 2022).
Irgendwo wird immer gebaut. Städte verändern sich ständig. Gleichzeitig sind sie besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen.
- Versiegelte Flächen verhindern das Versickern von Regenwasser.
- Hitze staut sich zwischen Gebäuden.
- Starkregen kann innerhalb kürzester Zeit Straßen überfluten und Abwasser-Infrastruktur überlasten.
Lebenswerte, zukunftssichere Stadtquartiere brauchen weit mehr als Wohnraum. Sie brauchen Infrastruktur, die den Menschen Sicherheit, Lebensqualität und Perspektiven bietet!
Wohnraum braucht funktionierende Infrastruktur
Egal, ob neue Quartiere entstehen oder bestehende Stadtteile weiterentwickelt werden: Meistens stehen Gebäude im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion dazu. Dabei liegt die eigentliche Grundlage für lebenswerte Städte im Verborgenen.
Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Regenwasser-Management und freie Grünflächen sorgen dafür, dass unsere Städte auch unter veränderten klimatischen Bedingungen funktionieren. Das Zusammenspiel der Infrastrukturen schafft die Voraussetzungen dafür, dass Städte lebenswert und sicher bleiben.
Deshalb sollten Stadtentwicklung und Infrastrukturplanung immer gemeinsam gedacht werden.
Die Grundidee einer Schwammstadt: Regenwasser wird nicht abgeleitet, sondern gespeichert und genutzt, wo es anfällt.
Schwammstadt statt Starkregenrisiko
Ein Beispiel dafür ist das Konzept der Schwammstadt. Die Grundidee: Regenwasser wird nicht möglichst schnell abgeleitet, sondern dort aufgenommen, gespeichert und genutzt, wo es anfällt. Grünflächen, begrünte Dächer, Versickerungsflächen und offene Wasserstrukturen helfen dabei, Wasser in der Stadt zu halten.
Das hat gleich mehrere Vorteile:
- Entlastung der Kanalisation und Gewässer bei Starkregen
- bessere Kühlung der Stadt bei Hitze
- mehr Flächen für Bäume bedeuten bessere Luftqualität
- mehr Grünflächen steigern die Aufenthaltsqualität
- höhere Klimaresilienz
In vielen Kommunen gewinnt das Schwammstadt-Konzept zunehmend an Bedeutung. Es reicht nicht mehr aus, auf Extremwetter-Ereignisse zu reagieren – Städte müssen vorausschauend geplant werden.
Lest mehr über Recklinghausens Weg zur Schwammstadt und wie wir ihn begleiten in diesem Blogbeitrag!
Wassersensible Stadtentwicklung als Gemeinschaftsaufgabe
Eine zukunftsfeste Stadtentwicklung gelingt, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen: Kommunen, Daseinsvorsorge, Wirtschaft, Politik, Bürger*innen müssen gemeinsam Lösungen entwickeln und tragen.
Dabei geht es nicht nur um einzelne technische Maßnahmen. Gefragt sind integrale Konzepte, die ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte miteinander verbinden.
Das Schwammstadt-Konzept verfolgt genau diesen Ansatz. Wasser ist die entscheidende Ressource für unsere Städte!
Der Umgang mit Wasser in unseren Städten entscheidet über unsere Lebensqualität im urbanen Raum und seine Zukunftsfähigkeit.
Unsere Rolle als Partner der Kommunen
Als Infrastrukturunternehmen sind wir „immer da“ und begleiten Städte und Gemeinden bei den Transformationsprozessen.
Gemeinsam entwickeln wir Konzepte für klimaangepasste Quartiere, unterstützen bei der Regenwasserbewirtschaftung, analysieren Potenziale für grün-blaue Infrastruktur und bringen wasserwirtschaftliches Know-how in Stadtentwicklungsprojekte ein.
Alles für das gemeinsame Ziel: Städte widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und gleichzeitig die Lebensqualität zu erhöhen. Für die Menschen in den Regionen, in wir tätig sind!
Zukunftssichere Stadtentwicklung beginnt unter unseren Füßen: Der Umgang mit Wasser ist entscheidend – wir begleiten Städte und Gemeinden bei den Transformationsprozessen.
Stadtentwicklung beginnt unter unseren Füßen
Weltweit leben fast 60 % der Weltbevölkerung in Städten. 2025 werden es laut UN ca. 70 % sein. Die Frage, wie wir unsere Städte entwickeln, gehört deshalb zu den zentralen Zukunftsaufgaben unserer Zeit!
Für uns im Team blau-grün zeigt sich dabei vor allem eines: Lebenswerte Städte brauchen zukunftsfeste, sichere Infrastrukturen, die Wasser, Klima und Menschen zusammendenken.
Oder anders gesagt: Die Stadt der Zukunft entsteht dort, wo Wasser mitgedacht wird.
Das Zusammenspiel der Infrastrukturen schafft die Voraussetzungen dafür, dass Städte lebenswert und sicher bleiben. AUch mit Blick auf Extremwetter-Ereignisse wie Starkregen.
Bildhinweise
Foto „Wasser an der Straße“
© AdobeStock / #1071046987 – erstellt mit KI
Foto „Grüner Bordstein“
© AdobeStock / #2103802985 – erstellt mit KI
Grafik „Schwammstadt“
© AdobeStock / #2208118043 – erstellt mit KI
Bild „Auto im Starkregen“
© Canva
Autor*in
Mareike Roszinsky
Seit über 15 jahren bei Gelsenwasser verantwortlich für Social Media. Ich mache Daseinsvorsorge und Infrastruktur sichtbar – als Corporate Influencerin im #teamblaugrün der GELSENWASSER AG, und mit digitaler Kommunikation in der Unternehmenskommunikation. Infrastruktur-Themen müssen offen, authentisch und verständlich kommuniziert werden. Arbeitsdevise bei meiner Mission: Sachlich-fachlich allein reicht nicht, es muss emotional packend sein.