Gelsenwasser macht eine besondere Aktion zum Weltwassertag 2018 am 22. März: Stellt Eure Fragen rund ums Thema Wasser – und unser Vorstand Henning Deters antwortet. Das Ganze live auf Facebook von 15 bis 16 Uhr.

Ihr fragt – Henning Deters antwortet. Zum Weltwassertag 2018 haben wir uns eine besondere Aktion einfallen lassen. Am 22. März gibt es auf unserer Facebook-Seite von 15 bis 16 Uhr ein Live-Video mit unserem Vorstand Henning Deters. Über die Kommentarfunktion direkt unter dem Video könnt Ihr Fragen rund ums Thema Wasser stellen. Wer am Weltwassertag nachmittags keine Zeit hat, kann uns auch jetzt schon Fragen stellen – einfach hier als Kommentar oder auf Facebook per PN. Wir sammeln die Fragen und Henning Deters beantwortet sie dann ebenfalls am Weltwassertag.

Trinkwasser, Umwelt- und Gewässerschutz gehören zusammen!

Dieses Jahr steht der Weltwassertag unter dem Motto „Naturnahe Lösungen“. Das ist auch bei uns als Wasserversorger immer wichtig. Für sauberes Trinkwasser sind Umweltschutz und Nachhaltigkeit elementar!

Weltwassertag 2018 steht unter dem Motto naturnahe Lösungen. Bei der Trinkwassergewinnung ist das Programm: So viel Natur wie möglich, so wenig Technik wie nötig.

Der Weltwassertag 2018 steht unter dem Motto naturnahe Lösungen. Bei der Trinkwassergewinnung ist das Programm: So viel Natur wie möglich, so wenig Technik wie nötig. Damit das auch in Zukunft möglich ist, müssen unsere Gewässer bestens geschützt werden!

Uns steht in Deutschland jederzeit einwandfreies Trinkwasser von guter Qualität nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung zur Verfügung. Wir müssen einfach nur den Wasserhahn aufdrehen. Das ist nicht selbstverständlich. Laut Welthungerhilfe haben 3,5 Milliarden Menschen weltweit keinen sicheren Zugang zu Wasser. 850 Millionen haben keinen direkten Zugang zu sauberem Trinkwasser, und jedem Dritten fehlen sanitäre Einrichtungen. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, unsere Umwelt und damit Ressourcen wie Wasser zu schützen. Sie sind unsere Lebensgrundlage. Deshalb müssen wir Trinkwasser, Umwelt- und Gewässerschutz stets zusammen betrachten.
Wir haben in Deutschland Glück: Unsere natürlichen Wasserressourcen ermöglichen es naturnah Trinkwasser zu gewinnen. Wie in unserem Wasserwerk in Haltern am See, wo jährlich nach dem Motto „So wenig Technik wie möglich, so viel Natur wie möglich“ rund 100.000.000 Kubikmeter Trinkwasser gewonnen werden.

Spurenstoffe, Nitrat, Pestizide und Fracking gefährden Wasserressourcen

Unsere Wasserressourcen sind ein Schatz, den wir schützen müssen. Fracking, Nitrat, Spurenstoffe u. Ä. gefährden die Gewässer und erschweren unsere Aufgabe, die hohe Qualität des Lebensmittel Nr. 1 zu verbessern. Gleichzeitig müssen wir dabei die Kosten für die Verbraucher im Auge zu behalten.
Spurenstoffe stellen Kläranlagen vor unlösbare Probleme. Es gibt keine Technik, um alle Schadstoffe vollständig aus dem Wasser zu filtern. Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe auszurüsten, wird das Problem auch nicht vollständig lösen. Denn es kommen ständig neue Stoffe hinzu – würde dann auch jedes Mal eine weitere Reinigungsstufe gebaut? Die vierte Reinigungsstufe würde die Abwasserkosten für die Bürger laut BDEW um 25 Prozent in die Höhe treiben und darüber hinaus eine unabsehbare Kostenspirale lostreten.

Naturnah bedeutet, die Lösung liegt im Vermeiden

Die einzige nachhaltige Lösung ist es zu vermeiden, dass solche Stoffe überhaupt ins Wasser gelangen! Das ist eine Gesellschaftsaufgabe, die von der Politik EU-weit angestoßen werden muss. Bürger müssen über das richtige Entsorgen von Arzneimitteln aufgeklärt werden. Landwirte können Düngemittel und Pestizide bewusst einsetzen. Mit einer verbindlichen Stoffstrombilanz für alle, reduziertem Düngemitteleinsatz, weniger Pestiziden und einer übergreifenden Stickstoffstrategie kann das kontrolliert und verbessert werden.

Lesetipp
Stoffstrombilanz löst Nitratproblem nicht

Auch die Chemie- und Pharmaindustrie trägt nach dem Verursacherprinzip eine besondere Verantwortung.
2021 wird das Fracking-Gesetz erneut überprüft. In Sachen Wasserschutz muss die klare Linie beibehalten werden: kein Fracking in Wassereinzugs- und Wasserschutzgebieten!
Nur mit nachhaltigen, naturnahen Lösungen kann die Menge an Spurenstoffen gesenkt werden. Dies gilt insbesondere für multiresistente Keime, die durch die übermäßige Nutzung von Antibiotika der industriellen Landwirtschaft in die Gewässer gelangen.

Schon gewusst?
78 Prozent aller Arbeitsplätze weltweit hängen laut UNO von der Ressource Wasser ab.
Quelle UNESCO Wasserbericht „Wasser und Arbeit“ 2017

Mehr über den Weltwassertag 2018

1992 beschloss die UN-Generalversammlung den World Water Day bzw. Weltwassertag. Seit 1993 ist der Aktionstag jedes Jahr am 22. März. Inzwischen hat er weltweit große Bedeutung und rückt kritische, global bedeutsame Wasserthemen in den Fokus. Zum Beispiel den sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und den Gewässerschutz. Der Weltwassertag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. 2018 geht es schwerpunktmäßig um naturnahe Lösungen im Wassermanagement.

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Trailer zur Gelsenwasser-Aktion zum Weltwassertag 2018