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Biene im Anflug auf Gräser.

Team blau-grün

Insektenwelt: kleines Projekt mit großer Wirkung

Mareike Roszinsky / 24. August 2026

Mit der Unterstützung der Gelsenwasser-Tochter VGW wurden drei stillgelegte Brunnenanlagen zu Insektenwelten. So entstand eine Oase für gefährdete Arten wie Wildbienen.

Im Sommer 2019 starteten die Umgestaltungsmaßnahmen- finanziert durch unser Tochterunternehmen VGW. Alle Maßnahmen zielten darauf ab, Futterpflanzen-, Blüten- und Nistplatzangebote für Insekten zu verbessern. Aus der blütenarmen, monotonen Pflanzenwelt entstand innerhalb eines Jahres eine vielfältige Blütenoase.

Seit Sommer 2020 war „Nichts tun“ die Devise. Die Natur macht’s! So beobachteten Christian Venne und Carsten Behlert in den vergangenen sechs Jahren, wie sich die Insekten ihre Welt zurückeroberten.

Im Sommer 2019 starteten die Umgestaltungsmaßnahmen- finanziert durch unser Tochterunternehmen VGW. Alle Maßnahmen zielten darauf ab, Futterpflanzen-, Blüten- und Nistplatzangebote für Insekten zu verbessern. Aus der blütenarmen, monotonen Pflanzenwelt entstand innerhalb eines Jahres eine vielfältige Blütenoase.

Seit Sommer 2020 war „Nichts tun“ die Devise. Die Natur macht’s! So beobachteten Christian Venne und Carsten Behlert in den vergangenen sechs Jahren, wie sich die Insekten ihre Welt zurückeroberten.

Rückbau der Brunnen beim Wasserwerk Mühlengrund für die Insektenwelten.

Rückbau der Brunnen beim Wasserwerk Mühlengrund für die Insektenwelten.

Vor über zehn Jahre wurden drei Brunnenanlagen im Wasserwerk Mühlengrund im Holter Wald in Verl stillgelegt. Was tun mit den Flächen? Für unseren VGW-Kollegen Carsten Behlert war klar: Der Platz soll für den Naturschutz sein! Seine Idee: die frei gewordenen Flächen zu „Insektenwelten“ umzugestalten.

Gemeinsam mit dem Biologen Christiane Venne von der Biologischen Station im Kreis Paderborn-Senne entwarfen Carsten und das VGW-Team einen Plan.

Das wurde auf den ehemaligen Brunnengrundstücken gemacht:

  1. Die Brunnenanlagen wurden zurückgebaut.
  2. Insekten- und bienenfreundliche Pflanzen wachsen wild.
  3. Nur einmal jährlich wird in wechselnden Bereichen gemäht.
  4. Totholzstapel errichtet und alte Obstbaumsorten gepflanzt.
  5. Der nährstoffreiche ehemalige Ackerboden wurde abgetragen und der nährstoffarme Rohboden wiederhergestellt.
Auch die bärtige Sandbiene - hier ein Weibchen - etdeckte Christian Venne in der VGW-Insektenwelt.

Auch die bärtige Sandbiene – hier ein Weibchen – etdeckte Christian Venne in der VGW-Insektenwelt.

Tochter VGW finanzierte Umgestaltung

Im Sommer 2019 starteten die Umgestaltungsmaßnahmen – finanziert durch unser Tochterunternehmen VGW. Alle Maßnahmen zielten darauf ab, Futterpflanzen-, Blüten- und Nistplatzangebote für Insekten zu verbessern. Aus der blütenarmen, monotonen Pflanzenwelt entstand innerhalb eines Jahres eine vielfältige Blütenoase.

Seit Sommer 2020 war „Nichts tun“ die Devise. Die Natur macht’s! So beobachteten Christian Venne und Carsten Behlert in den vergangenen sechs Jahren, wie sich die Insekten ihre Welt zurückeroberten.

Fachmann Christian Venne beim Insektenzählen.

Fachmann Christian Venne beim Insektenzählen.

Mehr Wildbienen, Falter und Heuschrecken

Sie wollten wissen, ob sich Anzahl der Arten und der Insekten erhöht hat. Biologe Christiane Venne machte sich daran, die kleinen Tierchen zu erfassen, kartierte die Flächen und zählte. Das sind die

Ergebnisse von 2020 und 2025 im Vergleich:

Inzwischen leben dort 105 Stechimmen-Arten, darunter 57 Wildbienen-Arten, von denen 20 auf der Roten Liste oder auf der Vorwarnliste stehen. Zum Beispiel die „Vierbindige Furchenbiene“, die wie viele Wildbienenarten auf der „Roten Liste“ steht. Im Holter Wald in Verl gibt es sie wieder.

Außerdem entdeckte Venne letztes Jahr auf einer der Flächen die Heide-Feldwespe. Die galt bis 2010 in NRW als ausgestorben, ist sehr selten zu entdecken.

Auch die Zahl der Tagfalter-Arten ist von 17 auf 23 angestiegen. Mit dabei sind gefährdete Arten wir der Weißklee-Gelbling der Kleine Sonnenröschen-Bläuling und der spektakuläre Schwalbenschwanz.
Auch die Heuschreckenarten wurden mehr; 2019 wurden neun registriert, inzwischen sind es 15 verschiedene.

Das Fazit: Die Maßnahmen waren sehr erfolgreich. Christiane Venne schätzt, dass 60 bis 70 Prozent der Arten die Flächen erstmalig besiedelt haben: „Es ist eine kleine Maßnahme, die nicht viel kostet. Aber wir haben damit schon eine Menge erreicht.“ 

„Jede fünfte Wildbienenart in Nordrhein-Westfalen ist mittlerweile ausgestorben oder vom Aussterben bedroht. Die traurige Bilanz kann auf Käfer übertragen werden. Unser Projekt zeigt, dass man dieser alarmierenden Entwicklung etwas entgegensetzen kann. Schon mit geringem Aufwand, kann auch der heimische Garten zur Insektenwelt werden.“

Dr. Carsten Behlert / VGW

5 Tipps für deine eigene Insektenwelt

Mit diesen 5 Tipps verwandelst du deinen Garten in eine Insektenwelt

  1. Heimischen Stauden pflanzen als Nahrung für Insekten. Auf Vielfalt achten und die Lieblingsspeisen der Spezialisten (viele Insektenarten benötigen eine bestimmte Pflanzenart).
  2. Heimische Gehölze pflanzen, z.B. für Hecken oder Gliederungselemente.
  3. Totholzstapel einrichten oder ein fachgerechtes Bienenhotel aufstellen.
  4. Wasserstellen anlegen bzw. Insektentränken im Garten aufstellen.
  5. Der Natur auch mal ihren Lauf lassen, zum Beispiel in einer „wilden Ecke“.
Die Weißfleckige Wespenbiene - hier ein Männchen.

Die Weißfleckige Wespenbiene – hier ein Männchen.

Fotohinweise

Insektenbilder: © Christian Venne
Sonstige: © Carsten Behlert

Autor*in

Mareike Roszinsky

Seit über 15 jahren bei Gelsenwasser verantwortlich für Social Media. Ich mache Daseinsvorsorge und Infrastruktur sichtbar – als Corporate Influencerin im #teamblaugrün der GELSENWASSER AG, und mit digitaler Kommunikation in der Unternehmenskommunikation. Infrastruktur-Themen müssen offen, authentisch und verständlich kommuniziert werden. Arbeitsdevise bei meiner Mission: Sachlich-fachlich allein reicht nicht, es muss emotional packend sein.