Sauberer Boden ist als natürlicher Filter wichtig für sauberes Trinkwasser. Zum Weltbodentag wird auf den Schutz der natürlichen Ressource aufmerksam gemacht.

Was hat hochwertiges Trinkwasser mit dem Boden zu tun?

Unser Trinkwasser kommt rund um die Uhr in einwandfreier Qualität aus dem Hahn. Der Boden spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn das Wasser, das bei Gelsenwasser entweder aus der Halterner Talsperre oder aus der Ruhr stammt, wird nicht etwa direkt aus dem Gewässer entnommen und als Trinkwasser verwendet. Es fließt zunächst in so genannte Versickerungsbecken. Dort kommt der Boden als natürlicher Filter ins Spiel: Das Wasser versickert langsam, wird auf diesem Weg im Untergrund auf natürliche Weise gereinigt und erst in großer Tiefe durch Pumpen wieder hinauf gefördert.

Sauberer Boden im Versickerungsbecken für Trinkwasser

Versickerungsbecken im Wasserwerk Haltern. Die Halterner Sande sind ein natürlicher Filter.

Boden ist ein natürlicher Wasserfilter

Rund um unser Wasserwerk Haltern fördern über 200 Brunnen das Wasser aus einer Tiefe von 40 bis 165 Metern ans Tageslicht. Schadstoffe werden in der langen Zeit der Bodenpassage herausgefiltert und abgebaut. Dafür lässt sich das Wasser Zeit: Vier bis sechs Wochen dauert sein Weg durch die Halterner Sande. Nach der Förderung gelangt es ins Wasserwerk und hat bereits fast Trinkwasserqualität. Gelsenwasser bereitet das Wasser nach Bedarf auf, bis es den strengen Normen der deutschen Trinkwasserverordnung entspricht.

In den Wasserwerken an der Ruhr fördern die Wasserwerke Westfalen unser Wasser nach dem gleichen Prinzip. In Versickerungsbecken am Ufer wird das Flusswasser gefiltert und erst danach zur weiteren Aufbereitung ins Wasserwerk gepumpt.

Die oberen Bodenschichten werden übrigens regelmäßig abgetragen, die Becken dann mit frischem Sand versehen. So reinigt Gelsenwasser seine Naturfilter.

Bodenschutz ist auch Wasserschutz

Der Boden ist der zentrale Speicher für den riesigen Grundwasservorrat. Ist der Boden verunreinigt, kann das Wasser nicht sauber sein. Daher ist der Boden im Einzugsbereich von Brunnen besonders geschützt (Wasserschutzgebiete Zone 1). Abhängig von der Entfernung zum Brunnen sind bestimmte Tätigkeiten und der Einsatz von wassergefährdenden Stoffen verboten.

Gefahren für den Boden drohen von Industrie und Landwirtschaft. Aber: Wir alle können zum Bodenschutz beitragen, indem wir erst gar keine Umweltgifte einsetzen bzw. wenn, sie auf keinen Fall in den Boden eindringen lassen.
Abfälle gehören nicht in die Natur, für die ordnungsgemäße Entsorgung stehen genügend Möglichkeiten zur Verfügung.

Schützt Ihr den Boden, werdet Ihr auch zum Wasserschützer.

 


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GELSENWASSER AG

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