Jahreswechsel – Zeit der guten Vorsätze. Besonders in den ersten Wochen sind viele Menschen (noch) motiviert, etwas zu verändern. Wie wäre es denn mit ein bisschen mehr Nachhaltigkeit im Alltag? Wir haben fünf Tipps um nachhaltiger zu leben.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit bedeutet, den Raubbau an der Umwelt so gering wie möglich zu halten oder am besten sogar ganz zu vermeiden. Das heißt, die Ressourcen der Natur so zu nutzen, dass das System stabil bleibt. Dann bleibt die natürliche Regenerationsfähigkeit erhalten. Kurz: Es wird nicht mehr verbraucht, als nachwachsen kann.
Jeder kann die eigene Ökobilanz verbessern. Schon mit kleinen Aktionen können Sie zu Hause nachhaltiger leben.

5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit zu Hause

1. Leitungswasser statt Mineralwasser aus Plastikflaschen trinken
Mehr Nachhaltigkeit im Alltag: zum beispiel mit Leitungswasser statt Mineralwasser

Mehr Nachhaltigkeit im Alltag: zum beispiel mit Leitungswasser statt Mineralwasser

Trinkwasser kann überall in Deutschland bedenkenlos getrunken werden. Es ist gesund, qualitativ hochwertig und das am besten kontrollierte Lebensmittel. Mal davon abgesehen hat es im Vergleich zu Mineralwasser die bessere Umwelt-Bilanz. Weil LKW-Transporte sowie Flaschen aus Plastik und Glas wegfallen, wird weniger CO2 produziert. Außerdem gibt es kein lästiges Schleppen mehr. Am besten drehen Sie also zum Durstlöschen den Wasserhahn auf. Wer möchte, kann ja auch aufsprudeln und mit Obst und Gemüse geschmacklich aufpeppen (Rezepte für Infused water).
Für Unterwegs gibt es tolle Flaschen, die das Trinkwasser auch mehrere Stunden kühl halten. Die sehen auch viel besser aus als PET-Flaschen. In vielen Städten ist Refill auf dem Vormarsch, wo man seine Trinkflasche kostenlos mit regionalem Trinkwasser auffüllen kann.

2. Einwegbecher sind „no go“, besser „Mehrweg to go“

Einwegbecher sind eine der größten Umweltsünden: Nur wenige Minuten werden die Coffee-to-go-Becher gebraucht, dann landen sie auf der Straße und im Müll. Am schlimmsten sind Exemplare aus Styropor, aber auch Pappbecher bestehen zu einem Teil aus Kunststoff und verrotten daher nicht. Drei Mrd. Einwegbecher werden in Deutschland jedes Jahr achtlos weggeworfen, das sind 320.000 Stück pro Stunde. Mal davon abgesehen, wird für die Herstellung solcher Becher viel Rohöl benötigt und es entstehen bei der Produktion allein in Deutschland rund 83.000 Tonnen CO2-Emissionen.
Also: Finger weg von Einweg-Bechern und stattdessen ausschließlich „Mehrweg to go“!
Dazu gibt es die Kampagne „Becherheld“ der Deutschen Umwelt-Hilfe.
Das gleiche gilt übrigens für Wasser in PET-Flaschen.

3. Auf Ökostrom umsteigen

Sie selbst haben die Energiewende in der Hand – und zwar für Ihr Zuhause. Inzwischen gibt es unzählige Anbieter für Ökostrom. Da ist sicher auch für Sie etwas passendes dabei.

4. Weniger Plastik

Plastik ist eines der größten Umweltprobleme weltweit. Dabei lässt es sich im Alltag mindestens reduzieren, teilweise sogar komplett vermeiden. Maßnahme Nummer: Plastiktüten abschaffen und nur noch Körbe und stabile Taschen verwenden. Haushaltsutensilien wie Spülbürsten gibt es auch aus Holz, es muss nicht immer aus Kunststoff sein. Auch bei Verpackungen lässt sich der Plastikverbrauch drastisch verringern. Mit dem guten alten Stück Seife statt der Flüssigseife in der Plastikflasche. Überhaupt gibt es in vielen Städten inzwischen Läden, in denen Lebensmittel und andere Waren ohne Verpackungen angeboten werden – von Nudeln bis Waschpulver.
Mit Blick auf den Gewässerschutz sollten Sie unbedingt Kosmetik ohne Mikroplastik verwenden!

Mehr über Plastik in unseren Gewässern erfahren 
5. Regional einkaufen

Zugegeben – online bestellen und liefern lassen, ist sehr bequem. Aber auch CO2-intensiv und damit klimaschädlich. Nur wenige achten auf klimaneutralen Versand, bei dem die Pakete zum Beispiel mit dem Rad oder einem Elektrofahrzeug ausgeliefert werden. Das kann man auch oft nicht selbst bestimmen.
Um die Umwelt zu schonen, ist es daher gut sich auf Regionales zu besinnen. Zu Fuß oder mit dem Rad in den Laden um die Ecke, zum Bauernladen in der Nähe um regional angebautes Gemüse frisch zu kaufen, mit dem Bus zum Supermarkt statt mit dem Auto – auch so lässt sich die persönliche CO2-Bilanz verbessern. Einfach mal die eigene Bequemlichkeit hintenanstellen!

 

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